Falsche Vorstellungen von GOTT (Teil 2)

question-mark-1495858_1280Gnädig, liebend, gütig, zornig, strafend, …

Die Vorstellungen von Gott können völlig unterschiedlich sein. Welche dieser Vorstellungen entsprechen der Wahrheit? Ist Gott ein Gott der Liebe oder ein Gott des Gerichts? Oder können sich möglicherweise diese, einander ausschließende Eigenschaften in einer Person vereinen?

Der gerechte Gott

Um mehr Klarheit in dieser Frage zu bekommen, muss die Eigenschaft der Gerechtigkeit Gottes näher erläutert werden.

„… Vollkommen ist sein Tun; ja alle seine Wege sind gerecht. Gott ist wahrhaftig ohne Falsch; gerecht und fromm ist er“ (5. Mose 32,4). Gott wird also niemals etwas Ungerechtes oder Unehrliches tun. Gleichzeitig ist er absolut heilig und erwartet seinerseits Heiligkeit von seinen Kindern.

„Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich, der HERR, bin euer Gott!“ (3. Mose 20,7). Ein strenges Gebot, nicht wahr? Das ist allerdings das unwandelbare Richtmaß Gottes, das er in seiner Gerechtigkeit an jedem Menschen anwenden wird.

Der richtende Gott

Davon ausgehend wird Gott in der Bibel auch als der gerechte Richter genannt. „O HERR der Heerscharen, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prüfst“ (Jeremia 11,20). Der heilige Gott – ein unbestechlicher Richter, seinem gerechten Gericht wird sich niemand entziehen können.

„Denn Gott wird jedes Werk ins Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse.“ (Prediger 12,14). Jeder Mensch wird am Ende vor dem Gericht Gottes erscheinen. Und wer von den Nachkommen Adams kann vor Gott eine Heiligkeit vorweisen, die seiner Heiligkeit in angemessener Weise entspricht? „…Es ist keiner gerecht, auch nicht einer;  es ist keiner verständig, keiner fragt nach Gott;  alle sind abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; es ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer! (Römer 3,10-12).

Wir alle, ohne Ausnahme haben die Strafe Gottes verdient, und die Strafe für die Sünde ist der ewige Tod.  Denn der Tod ist der Sünde Sold (Römer 6,23).

Der liebende Gott

Erfreulicherweise kennen wir das Wort „Evangelium“ – oder die Frohe Botschaft, die Botschaft über Vergebung, Freude, Gnade und Liebe Gottes. „Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.“ (1. Johannes 4,8) „damit ihr … die Liebe Christi erkennet, die doch alle Erkenntnis übertrifft, auf dass ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes.“ (Epheser 3,17-19).

Die Bibel zeigt uns, dass Liebe nicht einfach eine der Eigenschaften Gottes ist, sondern viel mehr die wichtigste Offenbarung Gottes über sich selbst zeigt. Er ist die gütige, unaufhörliche, unveränderliche und vollkommene Liebe!

Nun entsteht die Frage: wie kann Gott der gerechte und unbestechliche Richter, der die Menschen zum Tod verurteilt, zur gleichen Zeit der Gott der uneingeschränkten Liebe sein? Wie kann dieser Widerspruch gelöst werden? Und was hat ein Mensch zu erwarten – die gerechte Strafe oder Vergebung?

jesus-8283_640Die Antwort darauf ist, dass Gott die gerechte Strafe, die wir verdient hätten, auf sich selbst genommen hat. Gott hat durch seinen Sohn für die Sünden der Menschen bezahlt! Christus, der Sohn Gottes, hat trotz seiner vollkommenen Heiligkeit, die Sünden der ganzen Menschheit auf sich genommen. Ihm verdanken wir die Möglichkeit, Vergebung und Errettung von der Verurteilung zu erhalten. „Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3,16) „Gott aber beweist seine Liebe gegen uns damit, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5, 8).

Kann jemand ein Beispiel größerer Liebe finden?

Als heiliger Richter, hat Gott alle Menschen zum ewigen Tod verurteilt, weil alle gesündigt hatten. Als liebender Vater, hat er aber unser Urteil auf sich selbst genommen.

Nun erhält jeder, der an ihn glaubt und das stellvertretende Opfer des Sohnes Gottes am Kreuz annimmt, die Rechtfertigung.

Andererseits wird jeder, der diesem gegenüber gleichgültig bleibt, sein Urteil selbst tragen müssen. „Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Johannes 3,36)