Das Licht dieser Welt

Wenn es dunkel wird, schwindet unser Sehvermögen zusehends. Dinge um uns herum, die wir bei Tageslicht kaum wahrnehmen oder nur im Unterbewusstsein registrieren, wirken dann bei Dunkelheit auf einmal bedrohlich oder erschrecken uns sogar. Absolute Finsternis ist für Menschen beklemmend – da kann das kleinste Geräusch zu panischen Reaktionen führen.

Licht ist ein Bestandteil, ohne den das menschliche Leben ein trostloses Dasein wäre. Neben der Sonne, sind auch Feuer und Lampen jeglicher Art eine unverzichtbare Hilfe für unser tägliches Leben.

Wer kennt nicht das anziehende Licht einer Kerze, die bei Stromausfall angezündet wird…?

Ein ähnliches Schaubild schildert uns die Bibel…

Gott schuf eine Welt, die perfekt war. Er gestaltete Landschaften, schuf Pflanzen, Tiere und zuletzt den Menschen – alles passte perfekt zusammen. Die Schöpfung befand sich in Harmonie zu Gott, dem Schöpfer. Das menschliche Leben beschränkte sich, im Licht – das heißt in der Gegenwart Gottes zu sein. Für alles andere war gesorgt.

„Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ (Joh. 1, 3-4)

Doch dann fiel der Strom aus. Die Verbindung, die das Licht in die Welt brachte wurde durch den ersten Menschen durchtrennt. Die begangene Sünde trennte den heiligen Gott von dem nun mit Sünde behafteten Menschen.

Finsternis wurde nicht geschaffen – sie trat ein, nachdem das Licht ausging!

Doch Gottes Liebe zu seinem Geschöpf war so groß, dass er auch für dieses Problem eine rettende Lösung vorgesehen hat. In der nun dunklen Welt wurden durch Propheten und viele andere Gesandte Gottes immer wieder Lichter angezündet, die den Menschen den Weg zu Gott erleuchten sollten. Doch sie alle deuteten von dem einen, wahren Licht – einem der diese zerstörte Verbindung des Lichtes Gottes endlich wiederherstellen würde.

„Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.“ (Joh. 1, 9)

Jesus Christus war das lang ersehnte Licht, das endlich wieder das Leben der Menschen erhellte. Durch ihn wurde die Nacht zum Tag gemacht.

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh. 8, 12)

Jesus bahnte einen Weg, auf dem man trotz der noch andauernden Finsternis in der Welt, ein Leben in direkter Verbindung mit Gott wieder bekommen konnte. Die durchtrennte Leitung zum Licht konnte nun jeder Mensch selbst wiederherstellen – wie im Ursprung der Schöpfung! Das Licht erlosch seither nie, sondern es wurde vielmehr in den Nachfolgern Jesu angezündet.

Licht vertreibt die Finsternis

Menschen, die nach einer Erfüllung in ihrem Leben suchten, die sehnsüchtig auf einen Weg aus der Dunkelheit warteten, ließen alles liegen und folgten Jesus nach. Diese wurden auch seine Jünger genannt. Aber auch viele anderer Menschen scharten sich um ihn. Nicht nur Kranke, Ausgestoßene oder gesellschaftlich Benachteiligte, sondern auch wohlhabende und religiöse Persönlichkeiten zog er an. Wie Motten von Licht angezogen werden,  so kamen auch die Menschen zu Jesus, denn in seiner Gegenwart erlebten sie Wunder und sie hörten Reden in einer Vollmacht, die man so von Menschen nicht kannte.

Menschen, die Wärme oder Klarheit für die offenen Fragen in ihrem Leben suchten, fanden in Jesus eine Quelle des Lebens.

Andere wieder, deren Taten böse waren, wurden im Licht seiner Gegenwart bloßgestellt. Sie konnten das Licht nicht ertragen. Das Licht musste weg, denn es störte sie bei der Ausübung ihres selbstsüchtigen und gottlosen Lebensstils. Die Finsternis dagegen deckte sie und deshalb suchten sie dann nach Möglichkeiten, wie sie Jesus umzubringen konnten – und sie fanden auch schließlich eine.

Jesus wurde am Kreuz hingerichtet. Für eine kurze Zeit schien es, dass der helle Lichtstrahl, der Israel erleuchtet hatte abrupt weggenommen wurde, es schien, als ob die Finsternis wieder gesiegt hätte.

Doch weit gefehlt – der Plan Gottes sah es vor, dass in dieser scheinbaren Niederlage der Sieg versteckt war. Jesus auferstand vom Tode und besiegte somit die Macht der Finsternis – den Tod, der jedem Leben irgendwann ein Ende bereitet hatte.

Jesu Botschaft und Aufgabe war somit erfüllt. Er fuhr in den Himmel auf. Für die Menschen war nun ein Weg geschaffen, wie das Licht wieder in ihr Leben kommen konnte.

Doch wie sollte nun die Welt erleuchtet werden ohne dieses helle Licht? Jesus war körperlich nicht mehr unter den Menschen…

Konnte das Licht überhaupt auf Dauer weitergetragen werden, ohne dass es von der Finsternis wieder niedergetreten werden würde?

Diesen Fragen, lieber Leser möchten wir uns nächsten Monat widmen.