Vorwort zum Jahresthema 2016

GOTT kennenlernen

art-painting-285919_640GOTTES Name ist in unserer Zeit ein häufig verwendeter Begriff.

Kanzlerin Merkel zum Beispiel bekräftigte ihren Amtseid mit „so wahr mir Gott helfe“. Mit  diesem Satz wird auch nicht selten bei kirchlichen Trauungen das Ja-Wort abgerundet.

Doch selbst im Alltag begegnet uns ständig ein „O mein Gott“ oder ähnliche Formulierungen als Ausdruck des Erstaunens oder der Fassungslosigkeit. Neutral betrachtet, müsste man daraus eigentlich eine tiefe Verbundenheit mit Gott schließen.

Wenn man allerdings mit den Menschen über Gott spricht, so erhält man überraschend viele Meinungen. Die Vorstellungen sind gefühlt so vielfältig, wie die Menschen, die man danach fragt.

Manche geben ehrlich zu, nicht an einen Gott zu glauben, andere wiederum sind fest überzeugt, dass es einen Gott im Himmel gibt. Zwischen diesen beiden Gegensätzen finden wir Ansichten, die zugeben, dass es irgendwo einen Gott gibt, Behauptungen einen eigenen Gott zu kennen, bis hin zu der Überzeugung, dass der gnädige und gütige Gott uns alle liebt und irgendwann auch alle in sein Paradies aufnimmt.

Ist Gott wirklich ein Allrounder, der jedem Menschen ins Konzept passen muss?

Lässt sich Gott tatsächlich in eine Form zwängen – wie ein Schuh, der anfangs vielleicht etwas drückt, sich aber später der Fußform anpassen und uns überall hin begleiten muss? Und wenn er dann abgenutzt oder nicht mehr aktuell ist, durch einen neuen ersetzt wird.

Woher kommen nun all die unterschiedlichen Vorstellungen von Gott?

Denn selbst unter bekennenden Christen gehen die Meinungen weit auseinander.

Die Antwort darauf liegt eigentlich auf der Hand…

Wie können wir Gott kennen, wenn wir kein Interesse haben, über ihn zu forschen und zu lesen?

Selbst wenn wir viel über Gott lesen – wie können wir ihn persönlich kennen, wenn wir ihn nicht erlebt haben? Könnten wir in der Praxis jemanden persönlich kennenlernen, nur durch das Lesen seiner Biografie?

Und selbst wenn wir diese persönliche Begegnung mit Gott erleben durften – reicht diese aus, um Gott zu kennen? Ist es nicht die fortwährende Verbindung, die in unserem Leben enge Beziehungen ausmacht?

Diese und andere Fragen haben uns dazu bewegt das Thema „GOTT kennenlernen“ im Jahre 2016 zu behandeln. Wir möchten dabei auf Gottes Wort und die Leitung des Heiligen Geistes als Basis unserer Beiträge setzen. In erster Linie wollen auch wir, die Autoren bei der Ausarbeitung des Themas Gott selbst näher erfahren und hoffen auch ein Segen für Sie, lieber Leser zu sein.